Wettbewerb

Der „Spielen macht Schule“-Wettbewerb 

Der bundesweite Wettbewerb „Spielen macht Schule“ unterstützt Grundschulen dabei, das Spielen dauerhaft im Schulalltag zu verankern. Jedes Jahr haben 200 Grundschulen in Deutschland die Möglichkeit, eine Ausstattung für ein eigenes Spielezimmer zu gewinnen mit pädagogisch geprüftem und bewertetem Spielzeug – als Lern- und Erfahrungsraum für soziales, kreatives und kompetenzorientiertes Lernen. 

So können Sie mitmachen

1. Konzept erstellen

Teilnahmevoraussetzung für den Wettbewerb ist das Erstellen eines Konzepts für ein Spielezimmer an Ihrer Schule. Wichtige Entscheidungskriterien für die Fachjury sind kreative und innovative Ideen, die zur Schulentwicklung beitragen und sich konkret in Ihrem Schulalltag umsetzen lassen. 

2. Wunschliste ausfüllen

Anschließend füllen Sie bitte die Wunschliste aus. Im Online-Katalog können Sie die Spieleauswahl des aktuellen Jahres einsehen. Da es kein festgelegtes Budget gibt, wählen Sie bitte nach Klassengröße und geplantem Einsatz aus. Beachten Sie bitte, dass es sich hierbei lediglich um eine Wunschliste handelt – wir versuchen möglichst alle Wünsche zu berücksichtigen.

3. Unterlagen verschicken und gewinnen

Nach Erstellung des Konzepts und Ausfüllen der Wunschliste schicken Sie uns bitte Ihre Unterlagen über das untenstehende Einsendeformular zu. Eine Fachjury prämiert die besten Konzepte. Die ausgewählten Gewinnerschulen werden schriftlich benachrichtigt und erhalten im Anschluss ihre Spielezimmer-Ausstattung.

Die Spieleauswahl vom Wettbewerb „Spielen macht Schule“

Unser Produktheft zeigt Ihnen die qualitativ geprüften Spiele, die im Rahmen von Spielen macht Schule angeboten werden. Sie erhalten einen Überblick über Spielideen, Zielgruppen und pädagogische Förderung.

Sie können direkt online durch das Heft blättern oder gezielt zu den ausgewählten Spielen navigieren.

Hier können Sie sich den aktuellen Online-Katalog durch Klick auf das Titelbild ansehen und – wenn gewünscht – auch downloaden.

Diese Spiele-Kategorien gibt es

Die Spieleauswahl orientiert sich an zentralen Bildungs- und Entwicklungsbereichen des Grundschulalters. Alle Spiele wurden vom ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen pädagogisch geprüft und bewertet. 

Zur Auswahl stehen Spiele aus folgenden Kategorien: 

Experimentieren und konstruieren

Kinder sind von Natur aus neugierig und wissbegierig. Sie lieben es, Dinge auseinander zu nehmen und diese wieder zusammenzusetzen. Dabei werden das technische Verständnis und das räumliche Vorstellungsvermögen geschult. Kinder lernen zu planen und das Material entsprechend effektiv einzusetzen. Sie lernen Wenn-dann-Beziehungen zu erkennen, Schlüsse zu ziehen und Wege zur eigenständigen Problemlösung zu finden.

Materialien zum Bauen, Konstruieren und Basteln regen die Phantasie an. Gutes Material fördert die Kreativität der Kinder, ohne sie einzuengen. Es unterstützt die Kinder sinnvoll darin, die Welt zu „be-greifen“. Beim Basteln und Bauen üben sie, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren. Der Umgang mit Kleinteilen schult ihre Feinmotorik und Augen-Hand-Koordination.

Geräusche aus der Umgebung wie die Aktivitäten anderer spielender Kinder oder draußen vorbeifahrende Autos sind Reize, die die eigene Konzentration stören und von der aktuellen Aufgabe ablenken können. Ein erfolgreicher Lerner aber bleibt geduldig und über einen längeren Zeitraum konzentriert bei der Sache, auch wenn sie lange dauert. Kinder können ihre Fähigkeiten üben, Störreize auszublenden und Geduld aufzubringen. Das sollte aber nicht mit Drill und Druck verbunden werden, denn nur wenn Kinder Spaß an der aktuellen Aufgabe haben, ist ihre Motivation besonders groß. Spaß am Spiel wirkt sich daher positiv auf die Entwicklung der Konzentrationsfähigkeit aus.

Aufmerksames Zuhören und Hinschauen, die Beherrschung innerer und äußerer Impulse lassen sich spielerisch trainieren. Im vertieften Spiel gelingt es Kindern leichter, aufmerksam und ausdauernd an einer Aufgabe zu bleiben. Ein besonderer Anreiz für die Konzentrationssteigerung sind Spiele, bei denen Tempo und Geschicklichkeit zugleich gefordert sind und gefördert werden.

Um vorgegebene Aufgaben lösen zu können, ist es gleichermaßen wichtig, kreative Ideen zu entwickeln und Handlungsschritte in der richtigen Reihenfolge auszuführen. Solche kognitiven Fähigkeiten trainieren Kinder vor allem dann, wenn eine spielerische Aufgabe sie dazu herausfordert, kreative Lösungen zu entwickeln. Darum ist klar: Mit Regelspielen, die vorausschauendes Denken und Problemlöse­fähigkeit erfordern, trainieren Kinder ihre kognitiven Fähigkeiten. Nur wer immer wieder sinnvoll kombiniert und Spielzüge strategisch plant, um an ein reizvolles und persönlich wichtiges Ziel zu gelangen, setzt sein logisches Denken ein und baut es genau dadurch aus.

In Spielen gewinnen Kinder mal, und mal verlieren sie. Genau so lernen sie, mit Erfolgen und Niederlagen, mit eigenen Emotionen und den Gefühlen anderer
umzugehen.

Der Eintritt in die Schule bedeutet für Kinder einen Einschnitt in ihren bisherigen Alltag. Dazu gehört auch, dass sie ihren natürlichen Bewegungsdrang nicht mehr ganz so frei ausleben können. Immer wieder müssen sie über längere Zeiträume stillsitzen und konzentriert dem Unterricht folgen. Umso wichtiger ist ein angemessener Ausgleich. Im Sportunterricht, in den Pausen und nach dem Unterricht brauchen sie viel Bewegungsmöglichkeit und die Freiheit zum ungezwungenen Toben.

Outdoor- und Bewegungsspiele wie Ballsportarten, Seilspringen, Stelzenlauf oder Fangspiele können hierbei für Spielanreize und Abwechslung sorgen. Sie sensibilisieren die Sinne wie das Tasten und Fühlen, sie stärken die Wahrnehmung und den Gleichgewichtssinn, das Rhythmusgefühl und die Raumorientierung. Kinder erproben im Spiel ihre körperlichen Möglichkeiten und trainieren dabei Motorik, Koordination und nicht zuletzt auch ihre körperliche Kondition.

Wenn Kinder beginnen ihre Umwelt kennenzulernen, dann schlüpfen sie in
verschiedene Rollen und ahmen Situationen spielerisch nach. Solche Rollenspiele machen nicht nur Spaß, sie sind auch wichtig für die kognitive, soziale und emotionale Entwicklung der Kinder: Sie setzen sich mit freudigen Ereignissen ebenso auseinander wie mit Enttäuschungen und verarbeiten dabei Erlebnisse und
Gefühle. Außerdem lernen sie, sich in verschiedene Situationen und Personen hineinzudenken.

Spielfiguren wie Puppen, Handpuppen, Stofftiere und Aktionsfiguren können
Kinder dabei sinnvoll unterstützen. Wichtig ist, dass die Spielsachen ihnen Raum für Fantasie und Kreativität lassen. So probieren Kinder z. B. mithilfe von Puppen Alternativen für das eigene Verhalten aus: Was passiert, wenn ich nett bin, und was wohl, wenn ich ablehnend reagiere …?

Ganz nebenbei trainieren Rollenspiele die sprachlichen Fähigkeiten von Kindern, wenn sie sich untereinander oder auch mit dem Kuscheltier „verständigen“.

Der Erwerb der Kulturtechniken nimmt in den ersten Schuljahren einen hohen Stellenwert ein. Die passenden Begriffe zu wählen, Haupt-, Eigenschafts- und Tätigkeitswörter in der richtigen Form zu verwenden und sie zu sinnvollen Sätzen zu kombinieren, sind wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche verbale und schriftsprachliche Kommunikation. Um Texte verstehen und Geschichten schreiben zu können, müssen Kinder die Regeln der Rechtschreibung und der Grammatik begreifen und umsetzen können. Sprachspiele vermitteln Freude an der Sprache und am Sich-ausdrücken-Können. Spiele, bei denen beispielsweise Begriffe zu erklären und zu erraten sind, unter­stützen Kinder dabei, ihre sprachlichen Fertigkeiten zu festigen und ihren Wortschatz zu erweitern. Durch Spiele, bei denen die Kinder Laute, Buchstaben und Silben erkennen oder auch einzelne Buchstaben zu Wörtern zusammen­setzen, erwerben sie Kompetenzen, die das Schreiben- und Lesenlernen erleichtern. Wieder andere Spiele trainieren die Rechtschreibung und Satzbildung und helfen Kindern, ein Gefühl für ihre Sprache zu entwickeln. Wortspiele und Reime ermög­lichen einen spielerischen Umgang mit Sprache. Die Kinder gewinnen dadurch an Sicherheit in der Kommunikation.

Um rechnen zu können, brauchen Kinder ein Verständnis von Mengen und ein räumliches Vorstellungsvermögen. Mathematisches Denken setzt voraus, Größenunterschiede und -verhältnisse, geometrische Formen und Körper erkennen und einordnen zu können.

Zum Erlernen der verschiedenen Rechenarten wie Addition oder Subtraktion gilt es beispielsweise zu begreifen, dass eine Anzahl von Gegenständen größer oder kleiner wird, wenn man etwas hinzufügt oder wegnimmt, und sich eine Menge durch eine Zahl symbolisch darstellen lässt. „3 x 2 ist 6“ oder „10 geteilt durch 5 ist 2“ ist für Kinder leichter zu verstehen, wenn sie spielend erkennen, dass sie mit 3 Paaren von Spielkarten insgesamt 6 Spielkarten haben oder bei 5 Mitspielern jeder genau 2 von 10 Spielfiguren erhält. Auch beim Ziehen einer Spielfigur in der den Würfelaugen entsprechenden Anzahl von Schritten wird das Zahlenverständnis trainiert.

Mit den mathematischen Spielen üben und festigen die Kinder unter anderem Rechenoperationen und lernen, sich im Raum zu orientieren – z. B. durch Spiegelungen oder beim Nachbauen von geometrischen Formen und Körpern. Sie lernen, Zusammenhänge zu verstehen und Strategien zu entwickeln. Indem sie lebenspraktische Themen wie z. B. die Uhrzeit aufgreifen, stellen verschiedene Spiele einen Bezug zum Alltag her.

Im Laufe ihrer Entwicklung sammeln Kinder viele wertvolle Erfahrungen und eignen sich Wissen an, das ihnen im alltäglichen Leben hilft. Im Spiel können Kinder Neues erfahren, Dinge begreifen und die Welt besser verstehen.
Wissensspiele wecken die Neugierde und fördern das Interesse an Neuem. Die Kinder vertiefen und erweitern im Spiel ihre Kenntnisse, z. B. in den Bereichen Erdkunde, Biologie oder Geschichte, und erkennen neue Zusammenhänge. Sie lernen voneinander und profitieren vom Vorwissen und von den Erfahrungen ihrer Mitspieler.

Das sagen Schulen über den Wettbewerb

Beispiele von Gewinnerschulen

Wie kann ein gelungenes Spielkonzept aussehen? Hier finden Sie ausgewählte Beispiele von Gewinnerschulen, die zeigen, wie Spiele in unterschiedlichen Schulkontexten eingesetzt werden. 

Die hinterlegten Dokumente dienen als Inspiration und Orientierung für die eigene Konzepterstellung. 

Jetzt beim Wettbewerb „Spielen macht Schule“ teilnehmen

Erstellen Sie Ihr Konzept anhand der 5 folgenden Leitfragen und beantworten Sie diese mit konkreten Beispielen:

  1. Wann sollen die Spielwaren in den Schulalltag integriert werden?
  2. Wer soll von dem Spielzeug an Ihrer Schule in besonderem Maß profitieren?
  3. Wie ist das Spieleangebot organisiert und wie soll die Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit des Angebots gesichert werden?
  4. Wie wollen Sie das Kollegium miteinbeziehen? Wie vermitteln Sie an Ihrer Schule den Wert des Spielens?
  5. Wie sollen die Familien der Schülerinnen und Schüler integriert werden?

Tragen Sie anschließend alle Antworten sowie Ihre vollständigen Kontaktdaten in das Teilnahmeformular ein und füllen Sie ergänzend die Wunschliste 2026 aus (idealerweise im Excel-Format). Optional können Sie zusätzlich Materialien wie Fotos oder Zeichnungen hochladen. Zum Abschluss bestätigen Sie die Datenschutzerklärung und senden Ihre Bewerbung über den Button „Absenden“ ab.

Hinweis: Die eingegebenen Daten werden im Browser nicht zwischengespeichert. Wir bitten Sie, die Bewerbung vollständig und in einem Vorgang auszufüllen.

Sie haben Fragen oder benötigen Hilfe? Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten an: spielen-macht-schule@mzfk.de

Häufig gestellte Fragen

Wer kann beim Wettbewerb mitmachen?

Alle Grundschulen in Deutschland können am Wettbewerb teilnehmen – unabhängig von Schulgröße oder Trägerschaft. 

Ende April jeden Jahres startet der „Spielen macht Schule“-Wettbewerb. Dann können Sie sich über das Online-Formular bewerben.

Der Einsendeschluss ist der 1. Juni 2026. Ein verlängerter Einsendeschluss ist nicht augeschlossen. 

Die Teilnahme ist direkt über das Online-Formular auf der Website möglich. Hierfür beantworten Sie bitte alle Leitfragen ausführlich und senden die ausgefüllte Wunschliste digital über das Online-Formular auf der Website ab. Alle Informationen zu den erforderlichen Unterlagen stehen auch zum Download bereit. 

Das Spielezimmer besteht aus einer geprüften Auswahl hochwertiger Gesellschafts- und Spielwaren (siehe aktuelles Produktheft) aus verschiedenen Spiele-Kategorien. Der Gewinn des Spielezimmers orientiert sich an der Wunschliste, die mit dem Konzepte eingereicht wurde. Bitte beachten Sie: Es handelt sich bei Ihren Angaben um WÜNSCHE, die wir möglicherweise nicht alle vollumfänglich erfüllen können. Für Ihre Wünsche ist keine Budgetgrenze vorgesehen. Orientieren Sie sich bei der Zusammenstellung an Klassengrößen und Einsatzplänen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Spiele, die nicht im aktuellen Produktheft von „Spielen macht Schule“ enthalten sind, im Rahmen des Gewinns nicht gewonnen werden können.

Das ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen testet, prüft und bewertet alle Spiele auf Entwicklungsaspekte wie Motorik, Sprache, soziale Nutzung und pädagogischen Mehrwert. Jedes Spiel von „Spielen macht Schule“ verfügt über ein wissenschaftliches Gutachten und bietet eine Übersicht der jeweiligen Fördermöglichkeiten.

Alle teilnehmenden Schulen werden Anfang September über die Entscheidung der Jury informiert. 

Die Gewinner erhalten ihre Ausstattung im Herbst. Die Spiele werden meist in mehreren Teillieferungen ausgeliefert und bis Anfang November sollten alle gewonnenen Spielwaren bei den Gewinnern angekommen sein.

Die Spiele verbleiben dauerhaft in der Schule und stehen für eine nachhaltige Nutzung im schulischen Alltag zur Verfügung.